– ZUM ERSTEN MAL MUTTER WERDEN GEHT UNTER DIE HAUT –

Roswitha (30)

Ich war 24 Jahre alt und erwartete meine erste Tochter. Wir hatten uns für das Geburtshaus entschieden, da ich Krankenhäuser nicht wirklich mag und mich dort unwohl fühle.

Heute kommt sie – unsere Tochter!

Eine Woche vor dem ET setzten Nachts um 3 Uhr die Wehen ein. Ich stand auf und lief wie ein dicker Pinguin durch die Wohnung. Es war kurz nach 7 Uhr, als ich meinen Partner bat, die Hebamme zu kontaktieren, da ich glaubte, dass unsere Tochter sich auf den Weg macht. Meine Hebamme (sie war sogar die leitende Hebamme des Geburtshauses) kündigte sich gegen Mittag an, um nach uns zu schauen. Die Wehen ließen sich gut veratmen und ich war erleichtert, als die Hebamme da war. Nach der Untersuchung stand fest, dass unsere Tochter heute das Licht der Welt erblicken wird. Meine Hebamme verließ uns mit dem Hinweis, dass wir jederzeit ins Geburtshaus kommen, bzw. sie anrufen können.

Die Fruchtblase ist geplatzt – es geht los

Mittlerweile war es 16/17 Uhr und mein Partner ließ mir eine Wanne ein. Ich war keine 5 Minuten in der Wanne…plopp, da war die Fruchtblase geplatzt und die Wehen wurden stärker. Also Schwiegermama angerufen und ab ins Geburtshaus.

Gegen 18 Uhr waren wir im Geburtshaus. Mein Partner und ich machten es uns im Zimmer gemütlich…genau in dem Moment ging der Feueralarm los. Ich wurde gefragt, ob ich das Geburtshaus verlassen möchte. Da es aber nicht brannte und keine Gefahr bestand, blieb ich, wo ich war. Gegen 19 Uhr setzten, nach einigen heftigen, Papa-Finger-zerquetschenden-Wehen, die ersehnten Presswehen ein. Einige Presswehen später war sie da! Unsere Räubertochter. Ich ließ die Sprossenwand los und pikste ihr vorsichtig in den Pops mit der Aussage: „Meins?”.

Da saß ich nun, 24 Jahre alt mit meiner ersten Tochter und konnte es nicht glauben, dass sie meine ist. Mittlerweile sind 5 Jahre vergangen und noch heute kann ich es manchmal nicht glauben, dass sie meine ist.

15. Januar 2021

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