– WASSERGEBURT –

Nadja (26)

19.März 2019 um 6:45 morgens

Ich wache nach einer Nacht ohne Wehen auf, dabei hatte ich am Vortag bereits starke Wehen. Nun habe ich schon 11 Tage meine kleine Maus über den Geburtstermin übertragen. Ich wollte sie endlich in meinen Armen halten, so rief ich in der Klinik an um die Geburt einzuleiten.

Dort angekommen verbrachte ich einen wundervollen Tag, die Geburt war hebammengeleitet. Meine Hebamme, Myriam, war eine wunderbare Frau. Sie erklärte mir ganz genau, was nun gemacht wird. Ich fühlte mich bei ihr sehr wohl und verstanden. Schließlich war dies meine erste Geburt und alles war für mich “Neuland”. Ich wurde rundum sehr gut betreut. Ich durfte mir meinen Lieblingsduft aussuchen, welcher dann mithilfe einer Duftlampe durch den ganzen Raum gesprüht wurde. Zweimal mussten sie bei mir einleiten und nach dem zweiten Einleiten, beim Spaziergang spürte ich es endlich.

Ich strahlte über das ganze Gesicht

Um 19:30 Uhr spürte ich eine erste Wehe. Ich strahlte über das ganze Gesicht und kniff ganz fest in die Hand meines Mannes. Ich sagte ihm: “Ich glaube es geht los” und ich fühlte mich so stark und bereit für die Geburt. Zurück in der Klinik legte ich mich auf das Bett. Von einem Moment auf den anderen wusste ich nicht mehr ob ich liegen, stehen oder laufen will. Die Schmerzen waren intensiv aber gleichzeitig eine wundervolle Erfahrung. Ich kniete mich auf den Boden, mein Mann hielt meine Hand und die Hebamme massierte mir den Rücken. Sie fragte mich, ob ich gerne Bade. Sie bereitete mir die Badewanne vor und teilte mir immer Schritt für Schritt mit, was nun geschieht.

In der Badewanne kam sie zur Welt

Eigentlich wollte ich in die Badewanne, um meine Schmerzen ein wenig zu senken. Als ich dann in der Badewanne lag, fühlte ich mich so wohl und geborgen und ich denke dadurch konnte ich mich “gehen” lassen und gab der Geburt nun den Startschuss. Alles ging sehr schnell. Es war intensiv, aber wundervoll. Die Hebamme lies mich den Kopf meiner Tochter ertasten. Ich war so froh, als ich sie spüren konnte. Ich hatte zwei Presswehen, die intensiv und stark waren. Ich wäre erstaunt, wenn nicht die ganze Klinik meinen lauten Schrei gehört hat.

Da war sie nun, in meinen Armen. Der wundervollste Moment. Sie lag da, auf meiner Brust und nach wenigen Sekunden hat sie auch direkt losgeschrien. Ich habe am ganzen Körper gezittert und vor Glück geweint. Dieser Moment, als ich da lag, in der Wanne mit ihr- diesen Augenblick kann mir niemand mehr nehmen. Der wird ewig in meinem Gedächtnis bleiben. Ich würde mich IMMER wieder für eine Wassergeburt entscheiden. Es war so wundervoll!

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