– Ich fühlte mich wie eine Göttin –

Melanie (31)

Es war Freitag der 03. Januar 2020. Ich schaute mir den Film „Die sichere Geburt“ an und freute mich so richtig auf die nächste Zeit. Ich war 5 Tage vor dem errechneten ET. Der Film gab mir nochmals Kraft und Vertrauen in meinen Körper.

Wir gingen gegen 22.00 Uhr ins Familienbett zu unserem großen (2,5J.). Ich schlief schnell ein. Gegen 1.15 Uhr wurde ich wach, weil alles nass war -mir war die Fruchtblase geplatzt-. Ich schubste meinen schlafenden Mann an und bat ihn, mein Handy zu holen, damit ich die Hebamme anrufen konnte.

Sie fragte, ob sie gleich kommen sollte oder ob ich noch ein bisschen schlafen möchte, da ich noch keine Wehen hatte. Ich entschied, es sei besser sie schaut mal nach dem Kleinen im Bauch. Sie machte sich gleich auf den Weg, denn sie brauchte auch knapp 30 Minuten. Keine 10 Minuten nachdem ich aufgelegt hatte kamen die ersten Wellen der Geburt. Ich veratmete diese mit meinem Sohn im Arm der friedlich weiter schlief. Mein Mann ging nach unten, um der Hebamme die Tür zu öffnen. Um 2.00 Uhr war sie da und mein Mann ging mit unserem Sohn in sein Zimmer zum Weiterschlafen. Der Muttermund war bereits bei 4cm.

Ich rief meine Mutter an, die sich um den Großen kümmern sollte. Die Hebamme fragte mich, ob ich gerne in den Pool möchte. Dies kam mir recht, da die Wellen stärker wurden und ich schön tönte. Sie ging und bereitete alles vor- meine Mutter kam 3.00 Uhr-. Ich rief die Hebamme, da ich das Gefühl hatte, pressen zu müssen.

Muttermund war geöffnet, ich konnte es nicht glauben. Es ging alles so schnell. Jetzt sollte also unser zweites Wunder geboren werden. Meine Mutter setzte sich zu mir ins Bett und hielt meine Hand. Wir haben völlig vergessen, meinen Mann zu rufen, der aber mit unserem Sohn schon wieder eingeschlafen war.

Nach 4 Presswehen war er geboren

Nach 4 Presswehen war er geboren (03.23 Uhr) unser zweiter Sohn. Ich hob ihn hoch und schloss ihn in meine Arme. Die Hebamme holte ein warmes Handtuch von der Heizung und sagte meinem Mann bescheid. Meine zwei Männer waren 3 Minuten nach der Geburt bei mir im Familienbett und wir kuschelten solange wir auf die Nachgeburt warteten. Meine Mutter und die Hebamme machten alles sauber. Wir genossen die Zeit zu viert und ich war überglücklich zuhause in unserem Familienbett zu liegen. Ich fühlte mich wie eine Göttin. Unsere Hebamme war die ganze Zeit sehr zurückhaltend und hat mich selbstbestimmt gebären lassen.

 

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