-Mein Instinkt war richtig: Muttermund vollkommen geöffnet.-

Laura (26)

Die Wehen haben am 27. Dezember 2014 um circa 20 Uhr begonnen. SSW 40. Wir waren zu Hause. Ich habe ein Bad genommen, um zu schauen, ob es wirklich los geht. Tatsächlich. Die Wehen blieben, Vorfreude stellte sich ein. Die Wehen waren leicht und kamen circa im 10 Minuten Takt. Für mich war von Anfang an klar, dass ich zu Hause wehen möchte, so lange es geht.

Wie es beim 1. Kind ist, weiß man nicht.

Wie es beim 1. Kind ist, weiß man nicht. Wann fahren wir los ins Krankenhaus? Zur Geburt war ich bereits gemeldet, um den Schriftkram unter Wehen zu vermeiden. Also fuhren wir am 28. Dezember 2014 um circa 6 Uhr ins Krankenhaus. Nach der Untersuchung war schnell klar, dass es noch nicht soweit ist. Der Muttermund war 2 cm geöffnet. Wehen kamen alle 10 Minuten und waren total erträglich. Für uns ging es wieder nach Hause. Wir wohnen auf einem Dorf und fahren gute 30 Minuten zum Krankenhaus.

Zu Hause angekommen, ruhten wir auf der Couch. Gegen Mittag haben wir uns entschieden, spazieren zu gehen. Bewegung tat gut. Mit einer wehenden Frau unterm Arm und unseren Hunden wagte mein Mann es ein Stück durch den Wald. Zu Hause nahm ich dann noch einmal ein Bad. An Essen war die ganze Zeit nicht zu denken. Nur getrunken habe ich. Die Wehen wurden tatsächlich stärker und um circa 20 Uhr sind wir nochmal losgezogen und haben eine Runde gedreht. Immer häufiger kamen die Wehen.

Um circa 23 Uhr haben wir entschieden, wieder ins Krankenhaus zu fahren. Doch der Muttermund war grade erst 4 cm geöffnet. Da meine Eltern unweit vom Klinikum wohnen, haben wir entschieden, dorthin zu fahren und die letzten Stunden dort zu verbringen. Ich wollte, dass mein Mann etwas schlafen konnte. Wir waren schließlich über 24 Stunden wach! Er schlief! Und dann gingen die Wehen immer heftiger los. Ich hielt es aus und krallte mich ins Bett und versuchte, sie zu veratmen.

Alle 3 Minuten Wehen. “Ihr solltet echt los fahren!” sagte er.

Um 6 Uhr morgens, am 29. Dezember 2014 haben meine Eltern und ich dann doch etwas gegessen. Bis mein Dad meinte, dass meine Wehen alle 3 Minuten sind. “Ihr solltet echt los fahren!” sagte er. Also habe ich meinen Mann geweckt, der auch noch ein Happen essen sollte und Kaffee gab es auch für ihn und dann: LOS. Die Fahrt dauerte 10 Minuten. Die Hebamme erkannte die Situation sofort und brachte uns in einen Kreißsaal. Sie untersuchte mich, schloss das CTG an und meinte: “Super, der Muttermund ist 7 cm geöffnet! Sie machen bitte weiter und klingeln, wenn etwas ist.”

Gerne hätte ich mich bewegt oder mich in die Badewanne gelegt, doch sie meinte es wäre zu kurzfristig, das würden wir nicht mehr schaffen. Nach gut 20 Minuten bat ich meine Mutter,  die auch anwesend war, sofort die Hebamme zu holen. “Ich kann nicht mehr!” sagte ich. Meine Mutter schaltete sofort und mein Mann rief die Hebamme in den Kreißsaal. Mein Instinkt war richtig: Vollständig geöffnet. Daher keine Zeit verlieren und sofort mit der nächsten Wehe mitgehen. Keine 30 Minuten später hielten wir unseren Schatz im Arm. Es war 9:40 Uhr, am 29. Dezember 2014. Glücklich und zufrieden begann unser Leben zu Dritt!

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