– EINE HAUSGEBURT KOMMT NUN INFRAGE –

Denise (24)

Zuallererst einmal finde ich es super, dass es diese Website gibt. Während meiner Schwangerschaft, die übrigens meine erste war, habe ich öfter das Internet durchsucht. Nach Geburtsberichten und auch Videos. Oft habe ich aber gemerkt, dass es mir eher Angst macht, anstatt Mut.

Also habe ich mir selbst meine Gedanken zu der Geburt gemacht. Was will ich und was kommt (so lange es gesundheitlich möglich ist) für mich nicht in Frage. Meine “Wehen” fingen schon relativ früh an. Bereits in der 33 SSW. Mit Krankenhausaufenthalt, Lungenreife und Angst, dass man mein Baby ein Frühchen wird. Dann wurde aber alles gut und es hat sich alles wieder beruhigt.

39 SSW

Alle Wehen haben nachgelassen und ich habe wirklich wieder ganz entspannt geschlafen. In der Nacht, in der ich in die 38+4 SSW gekommen bin, wurde ich nachts immer mal wieder von Bauchschmerzen geweckt. Ich konnte aber immer wieder einschlafen. Gegen halb 5 Uhr morgens wurde es dann allerdings stärker, sodass ich meinem Mann Bescheid sagte und in die Wanne ging. Dort haben dann allerdings alle Schmerzen nachgelassen und wir sind um 10 Uhr zu der Verabredung mit meiner Schwägerin gefahren.

Dort angekommen merkte ich, dass die “Wehen” alle 8 Minuten gekommen sind. Es war aber alles noch auszuhalten. Ich habe entspannt meinen Kaffee getrunken. Gegen 12 Uhr machten wir uns dann auf den Weg ins Krankenhaus. Dort angekommen glaubte ich aber immer noch nicht, dass es wirklich los geht.

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte

Im Krankenhaus bin ich dann für 30 Minuten ans CTG gekommen. Die Wehen kamen alle 6 Minuten, waren aber absolut auszuhalten. Nach der Untersuchung stand dann fest: Heute bekomme ich meine Tochter. Der Muttermund war bei 3 Zentimetern. In dem Moment wusste ich ehrlich gesagt nicht, ob ich vor Freude lachen oder weinen sollte. Ja, ihr lest richtig: Vor Freude!

Dann ging es ab zur Anmeldung und ich habe meine Mama angerufen, da sie bei der Geburt dabei sein sollte. Wir sind noch fleißig spazieren gegangen und die Wehen kamen mittlerweile alle 5 Minuten. Ich musste sie schon ordentlich veratmen, aber in meinem Kopf war immer der Gedanke: Jede Wehe bringt mich meiner Tochter näher. Dann ging es relativ entspannt weiter. Die Wehen kamen immer regelmäßiger und der Muttermund öffnete sich langsam. Ca. 1 cm/Std. Wir sind fleißig spazieren gegangen, haben gelacht und Späße gemacht. Gegen 17 Uhr waren wir dann nur noch zu dritt im Kreißsaal. Ich wurde immer mal wieder nach Schmerzmitteln gefragt, was ich immer wieder verneinte. Ich war komplett bei mir und hörte auf mein Bauchgefühl.

Um 20 Uhr platze meine Fruchtblase, mein Muttermund war bei 10 cm und es hieß: Ich darf bei der nächsten Wehe pressen. Ein unglaubliches Gefühl. Soll ich ehrlich sein: So schlimm ist das Pressen gar nicht. Natürlich tut es weh, aber es ist absolut nichts, was nicht machbar ist. Die Austreibungsphase ging ca. 2 Stunden. Um 22:19 Uhr hielt ich meine Tochter Alia mit 2520 Gramm und 46 cm im Arm. Sofort war alles vergessen. Ich war weder gerissen, noch sonstiges.

Nicht verrückt machen lassen!

Lasst euch nicht verrückt machen. Auch ich wurde während der Schwangerschaft belächelt als ich meinte, dass es so schlimm schon nicht wird und ich das ganz bestimmt schaffe. Ich musste mir unglaubliche Horrorgeschichten anhören. Hört auf Euch. Tut während der Wehen und der Geburt nur das, was sich für euch richtig anfühlt. Wollt ihr keine Schmerzmittel, dann lasst sie weg! Wollt ihr Musik hören, dann tut das! Ihr schafft das auf jeden Fall und ganz ehrlich, nach so einer Geburt könnte ich mir beim zweiten Kind tatsächlich eine Hausgeburt vorstellen! ♡

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