– DIE PRESSWEHEN EMPFAND ICH ALS ENTSPANNEND –

Laura (23)

Ich hatte für mich beschlossen, keine Angst vor der Geburt zu haben. Warum sollte ich Angst vor Dingen haben, die vielleicht nicht eintreten? 2 Tage vor der Geburt bekam ich in der Nacht Wehen. Ich stand auf und bewegte mich etwas. Nach ca. 4 Stunden waren die Wehen zwar stärker, aber nicht so stark, dass ich sie veratmen musste. Ich war müde und ging wieder ins Bett. Am nächsten Morgen war wieder alles weg… leider. Ich war ET+6 und sollte bald eingeleitet werden, was ich auf keinen Fall wollte.

Am nächsten Abend gingen wir spazieren und lagen gerade im Bett, als mir um 23:55 Uhr die Fruchtblase geplatzt ist. Ich stand ganz in Ruhe wieder auf habe mich umgezogen. Wir fuhren ganz entspannt ins Krankenhaus.

Im Kreißsaal angekommen wurde ich erstmal untersucht und es wurde ein Test gemacht, ob es wirklich Fruchtwasser war. Ja, es war Fruchtwasser und endlich ging es los. Der Muttermund war auf 2 Zentimeter, wie auch die letzten Tage schon. Es wurde noch 30 Minuten CTG geschrieben, aber leider war weit und breit keine Wehe zu sehen. Wir wurden noch zum Ultraschall geschickt, aber auch hier war alles gut.

Endlich sind sie da – meine Wehen

Wir bezogen unser Familien Zimmer und mein Mann ging meine Tasche aus dem Auto holen, da ich sie nicht mitnehmen wollte, weil ich trotz Blasensprung nicht glauben konnten, dass es jetzt wirklich so weit war. Wir hatten mittlerweile 2 Uhr und wir versuchten uns schlafen zu legen, wie die Hebamme es uns empfohlen hat. Aber jedes Mal, wenn ich mich hinlegte, bekam ich Schmerzen. Also blieb ich in Bewegung und da kamen sie, meine Wehen.

Ich empfand sie noch als vollkommen auszuhaltend, solange mein Mann meinen Rücken dabei massierte. Um 3 Uhr fühlte ich mich nicht mehr wohl. Ich zog mein Nachthemd an, was für die Geburt bestimmt war und wir gingen zum Kreißsaal.

Für die PDA war plötzlich keine Zeit mehr

Im Kreißsaal wurde ein CTG geschrieben und die Wehen wahren plötzlich sehr stark, was aber auch daran lag, dass ich die Wehen im Liegen nicht so gut veratmen konnte, wie im stehen. Als die Hebamme wieder kam untersuchte sie mich und sagte: „Das Baby kommt jetzt“. Ich konnte es gar nicht glauben, weil wir doch gerade erst da waren. Eigentlich wollte ich auch gerade nach einer PDA fragen, da ich dachte ich muss diese Schmerzen jetzt noch Stunden aushalten. Aber nein, ich durfte pressen. Die Presswehen habe ich, so doof es klingt, als entspannend empfunden, da ich endlich mithelfen konnte. Ich war super klar und habe alles mit bekommen. Und dann war sie da. Um 4:13 Uhr. Ich habe einen Damenschnitt bekommen den ich gar nicht mitbekommen habe und auch das Nähen habe ich nicht mitbekommen, da mein Mann unsere Tochter hielt und das Ablenkung genug war. Dies war meine erste Geburt und hoffentlich nicht die letzte. Ich wünsche allen Schwangeren eine wunderschöne Geburt.

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