-Die ganze Zeit über hatte ich keine Angst-

Lisa (28)

Es war an einem Freitag, 2 Tage vor der Geburt, als mir der Arzt versicherte, dass ich noch viel Zeit hätte bis Baby kommt. Also haben wir, mein Mann und ich,  ganz gemütlich unser Wochenende geplant. Wir gingen am Sonntag mit unserer 5-jährigen mittags auf den Spielplatz und sind abends gegen 19:30 nachhause gekommen. Ich brachte meine Tochter ins Bett und merkte dann, es zieht so komisch im Bauch. Ich hab noch schnell geduscht und gebadet. Frag mich nicht warum beides. Ich fühlte mich einfach danach. Dann war es kurz vor 21:00 und das Ziehen hatte sich nicht beruhigt. In dem Moment wusste ich, mein Baby macht sich auf den Weg. Mein Mann und ich haben uns dazu entschlossen, den Babysitter zu rufen und gemeinsam ins Krankenhaus zu fahren, wo wir 10 Minuten vor 22:00 ankamen.

 

Dort wollten sie mich allerdings wieder wegschicken, weil sie überfüllt waren. Ich sagte dann nur noch vehement, dass ich bereits alle 2 Minuten Wehen bekäme und ich schon kaum noch laufen könne. Die Hebamme schaute direkt nach und bestätigte mir, dass der Muttermund bereits 7 cm geöffnet war. Sie nahmen mich nun doch direkt auf. 22:45 kam ich in ein Zimmer. Dort legte ich mich auf eine Liege.

 

Weil das Personal so beschäftigt war, hatte ich keine eigene Hebamme. Ich merkte aber, dass das Köpfchen bereits runtergerutscht sein musste. Alles wurde so schwer “da unten”. Ich hatte das Gefühl das Baby kommt jede Sekunde. Also rief ich eine Hebamme. Die kam kam recht schnell und dann ging’s auch schon los. Ich lag immer noch auf dieser Liege, aber nun seitlich, und presste 3 Mal.  Mein kleines Mädchen kam 2 Minuten nach Mitternacht auf die Welt.

Die Geburt meines zweiten Babys dauerte also von dem ersten schmerzhaften Ziehen bis zur Geburt nur 4 Stunden.

Die ganze Zeit über hatte ich keine Angst. Ich muss dazu sagen, dass ich vor dieser Schwangerschaft ein Baby verloren hatte, und genau deshalb hatte ich keine Angst vor der Geburt und den Schmerzen, die damit verbunden sind, sondern habe mich einfach nur auf ein gesundes Kind gefreut und darauf, es endlich halten zu können. Vielleicht ist das auch der Schlüssel zur Entspannung für mich während der Geburt gewesen. Die Freude auf mein gesundes Baby in meinem Arm.

WEITERE GEBURTSBERICHTE

SCHREIBE EINEN KOMMENTAR