-Das Atmen half mir durch die ganze Geburt-

Rebecca (28)

Wenn man mich fragt, was mir durch die Geburt meines Kindes half, dann antworte ich immer: “ATMEN!”.  Aber nicht das Atmen, was man immer in Filmen sieht oder früher von den Ärzten eingetrichtert bekommen hat, sondern mein Yoga-Atmen. Seit 1 Jahr ging ich 1 Mal die Woche zum Yoga. Dort habe ich viel zum Thema Schmerz und Atmung gelernt. Wenn man im Yoga eine neue Pose lernt und sein Stretching vertiefen will, dann ist man erst einmal nicht ganz so flexibel. Anfänger wollen dann oft sofort in die Pose mit aller Macht reindrücken und zerren sich dann was. Oder nimm das Beispiel “Spagat”. Den kriegst du auch nicht sofort hin und schon gar nicht wenn du mit aller Macht da als Anfänger reindrückst. Erst mit der Zeit und ruhiger Atmung geht man mit jedem Mal tiefer in die Pose als noch beim letzten Mal. Die Atmung bewirkt, dass der Körper die Anspannung loslässt und man tiefer in den Dehnungs”schmerz” gehen kann. Genau so war es bei der Geburt meines Babys auch.

 

Ich habe im Krankenhaus entbunden und hatte eine schroffe aber kompetente Hebamme. Wir wussten wir werden keine Freunde, aber wir wollten troztdem ein Team sein, denn was war auch die Alternative? Ich sagte ihr offen heraus, dass ich keine Schmerzmittel möchte wenn sie medizinisch nicht notwendig werden und ich Ruhe brauche und atmen will wie es mir gefällt. Sie brummte nur und sagte: “wenn alles gut abläuft geht das okay für mich.” Sie versprach also mich weitestgehend in Ruhe zu lassen, leise immer mal wieder ins Zimmer rein und raus zu gehen und mir nicht zu sagen wann ich wie atmen sollte.

Mit jedem Aufbäumen einer intensive Wehe atmete ich tief in den Bauch hinein und machte der Wehe “Platz”. Dann atmete ich langsam wieder aus und stellte mir vor, ich atme mein Baby “nach unten heraus”. Das minimierte den Schmerz ungemein und ließ die Wehe auch effektiv arbeiten. “Mein Körper ist für die Geburt gemacht”, dachte ich mir. Warum also sol lich Angst haben?! Ich lasse einfach alles zu. Das war mein Mantra die ganze Zeit über.

 

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