-BESSER KONNTE ES NICHT LAUFEN-

Stephanie (33)

Mein Sohn kam im Juli 2018 zur Welt. Zwei Tage nach dem ET bin ich morgens um 4 Uhr aufgewacht und wusste sofort: Es geht los. Und das, obwohl ich noch keine schmerzhafte Wehe hatte. Ich war auf der Toilette und wollte mich dann noch einmal hinlegen. Da habe ich schon gemerkt, dass ich das leise nicht mehr kann. Ich wollte aber meinen Mann noch schlafen lassen. Er sollte ja die vielen Stunden später an meiner Seite sein. Also ging ich ins Wohnzimmer und habe die Wehen auf einem Gymnastikball liegend veratmet. Nebenher habe ich mit einem Wehenzähler die Zeiten genommen. Die Wehen waren gut aushaltbar, aber bereits alle 2-3 Minuten.

Ich war überzeugt, dass es ja bei der ersten Geburt ewig dauert!

Daher wollte ich gegen kurz vor 5 nicht mehr alleine sein und habe meinen Mann geweckt. Ich war überzeugt, dass es ja bei der ersten Geburt ewig dauert!  Da ich es gut aushalten konnte, sollte er gemütlich Kaffee trinken, frühstücken und duschen. Um kurz vor 6 habe ich dann gesagt, dass ich gehen möchte, weil ich mich zu Hause nicht mehr wohl gefühlt habe, ohne professionelle Unterstützung. Also ab ins Krankenhaus. Wir haben sogar im Parkhaus geparkt und sind noch rüber gelaufen, da ich immer noch der Meinung war, alle Zeit der Welt zu haben. Ich war so voll positiver Aufregung, dass es gut machbar war.
Im Krankenhaus wurde zunächst ein CTG geschrieben und man hat mir noch einen Tee gebracht. Die Wehen kamen weiter in kurzen Abständen und sind jetzt auch heftiger geworden. Nach einer halben Stunde habe ich darauf hingewiesen, dass ich sehr großen Druck verspüre. Die Überprüfung des Muttermunds ergab 10 cm. Also sind wir auf direktem Weg in den Kreißsaal. Die ersten Presswehen hatte ich bereits auf dem Gang. Im Kreißsaal angekommen, haben wir 4-5 Presswehen gebraucht, bis der kleine Mann da war. Keine großen Verletzungen. Der Zwerg hat das erste Mal geschrien, als der Kopf draußen war. Nach einer Stunde kuscheln, hat er das erste Mal an der Brust getrunken. Wir durften ihn diese erste Stunde einfach nur halten. Es wurde nur zwischendurch abgenabelt.

Dann wurde die U0 gemacht.

Dann wurde kurz die U0 gemacht. Mein Mann durfte gleich das Kindspech wegmachen und es wurde nochmal gekuschelt, bevor wir uns 1-2 Stunden später ambulant auf den Weg nach Hause gemacht haben. Er wurde um 7:06 Uhr nach circa 3 Stunden Wehen und weniger als einer Stunde im Krankenhaus geboren.
Aktuell erwarte ich mein zweites Kind. Es soll im Mai 2020 kommen. Bisher wissen wir nicht, wie dann die Lage in den Krankenhäusern sein wird, aber wir vertrauen darauf, dass auch diesmal alles gut läuft. Mein Körper weiß was zu tun ist und Sohn Nr. 2 auch.
Ich wünsche und hoffe für so viele Frauen wie möglich, ein genauso schönes Geburtserlebnis. Ihr schafft das!

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