-ALS OB MEIN BABY DARAUF GEWARTET HAT, DASS ICH BEREIT BIN-

Claudia (26)

Im Jahr 2016 begann dein Weg – mein erstes Kind. Ich war vier Tage über dem errechneten Termin und mein Mann kam abends um 23:30 Uhr von der Arbeit nach Hause. Er sagte noch “Hallo, ich esse schnell noch etwas, dann komme ich zu dir ins Bett!” und ging in die Küche, als mir plötzlich 1000 Tränen aus den Augen schossen. Das hat er natürlich geahnt und mich weinen gehört. In der Nacht haben wir noch drei weitere Stunden über unsere Ängste geredet. Ich hatte solche Angst vor der Geburt, am liebsten wäre ich noch 18 Jahre schwanger gewesen. Am nächsten Morgen um 5 Uhr –  nach 2 Stunden Schlaf –  bekam ich leichte Wehen und einen Blasenriss. In dem Moment war meine Angst wie weggeflogen, als ob mein Baby darauf gewartet hat, dass ich bereit bin. Und so war es dann auch: Ich war bereit, ohne Angst.
Um 6 Uhr weckte ich meinen Mann, um 8 Uhr sind wir langsam ins Krankenhaus gefahren. Als die Schmerzen am schlimmsten waren, guckte die Hebamme nach dem Muttermund und war ganz erstaunt, dass er 8 cm offen war. Dann mussten wir schnell in den Kreißsaal, vorher lag ich in einem Wehenzimmer. Dort schaute sie nochmal und meinte “Wenn du pressen musst, dann press bitte. Du bist jetzt bei 10cm.” Circa 45 Minuten später war sie da, es war 13 Uhr. Für eine Erstgebärende eine relativ schnelle Geburt. Ich hab mir damals viel zu viele Horror-Geburtsgeschichten angeguckt und bekam natürlich noch mehr Angst. Gerade als Erstgebärende liegt man ja “immer 24 Stunden und länger in den Wehen”.
Aber hätte es damals schon diese Seite gegeben, wäre ich vielleicht von Anfang an entspannter gewesen. Liebe Jessy, vielen Dank, dass du so viel Liebe in diese Seite gesteckt hast und das mit uns teilst!

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